Lagebericht
Lagebericht

5.3 MaterialScience

Kennzahlen MaterialScience [Tabelle 11]
 2. Quartal
2009
2. Quartal
2010
Verän-
derung
1. Halbjahr
2009
1. Halbjahr
2010
Verän-
derung
 in Mio €in Mio €in %in Mio €in Mio €in %
Umsatzerlöse1.8302.68946,93.4664.90541,5
Umsatzveränderungen      
Menge-22,1 %32,7 % -27,7 %36,8 % 
Preis-12,3 %7,8 % -8,7 %2,5 % 
Währung3,7 %6,4 % 3,4 %2,2 % 
Portfolio0,5 %0,0 % 0,5 %0,0 % 
Umsatzerlöse nach Business Units      
Polyurethanes9181.32143,91.7622.42737,7
Polycarbonates45075367,38241.32861,2
Coatings, Adhesives, Specialties33748142,761389445,8
Industrial Operations1251347,2267256-4,1
Umsatzerlöse nach Regionen      
Europa7261.00037,71.4071.87833,5
Nordamerika38057551,37541.01134,1
Asien/Pazifik48077361,08521.39063,1
Lateinamerika/Afrika/Nahost24434139,845362638,2
EBITDA*82371.-46658.
Sondereinflüsse-390 -510 
EBITDA vor Sondereinflüssen*121371.5658.
EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen*6,6 %13,8 % 0,1 %13,4 % 
EBIT*-84226.-365372.
Sondereinflüsse-620 -800 
EBIT vor Sondereinflüssen*-22226.-285372.
Brutto-Cashflow**74291.14520.
Netto-Cashflow**20762-70,041478-81,2

* Zur Definition siehe „Ermittlung des EBIT(DA) vor Sondereinflüssen“.

** Zur Definition siehe „Finanzlage Bayer-Konzern“.

In unserem Teilkonzern MaterialScience setzte sich die deutliche Verbesserung der Geschäftsentwicklung fort. Im 2. Quartal 2010 erzielten wir einen Umsatz von 2.689 Mio € und lagen damit um 46,9 % (wb. +40,5 %) über dem Vorjahresquartal, das durch die globale Finanz- und Wirtschaftskrise belastet war.
Die Umsatzausweitung war vor allem auf die erhebliche Steigerung der Nachfrage in unseren Hauptabnehmerbranchen zurückzuführen. Dadurch konnten die Absatzmengen in allen Produktgruppen und Regionen signifikant erhöht werden. Das größte absolute Mengenwachstum verzeichneten wir dabei in den im Vorjahr von dem konjunkturellen Einbruch am stärksten betroffenen Regionen Europa und Nordamerika. Darüber hinaus stiegen auch die Verkaufspreise insbesondere in Asien/Pazifik und Europa an. Im Vergleich zum 1. Quartal 2010 konnte MaterialScience den Umsatz ebenfalls beträchtlich ausweiten (+21,3 %; wb. +15,9 %). Auch hier trugen bei insgesamt leicht erhöhten Verkaufspreisen alle Produktgruppen mit deutlichen Mengensteigerungen zu der erfreulichen Geschäftsentwicklung bei.
Umsatz/EBITDA MaterialScience pro Quartal
Die Business Unit Polyurethanes steigerte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 43,9 % (wb. +37,1 %) auf 1.321 Mio € (Vorjahr: 918 Mio €). Dies war vor allem auf die signifikant höheren Verkaufsmengen in allen Polyurethane-Produktgruppen (Diphenylmethan-Diisocyanat (MDI), Toluylen-Diisocyanat (TDI) sowie Polyether) und in allen Regionen zurückzuführen. Die höchsten Wachstumsraten erzielten dabei unsere TDI-Produkte in Nordamerika sowie unsere Polyether-Produkte in den Regionen Asien/Pazifik und Lateinamerika. Darüber hinaus stiegen insgesamt die Verkaufspreise im asiatisch-pazifischen und europäischen Raum und überkompensierten damit Preisrückgänge in Nord- und Lateinamerika.
Der Umsatz unserer Business Unit Polycarbonates erhöhte sich um 67,3 % (wb. +59,4 %) auf 753 Mio € (Vorjahr: 450 Mio €). Dieser beträchtliche Zuwachs war im Wesentlichen auf den Erfolg unserer Produktgruppe Granulate zurückzuführen. Hier gelang es, zusätzlich zu den in allen Regionen verzeichneten Mengensteigerungen, auch die Verkaufspreise insgesamt deutlich anzuheben. Zudem wurde unsere Produktgruppe Platten/Halbzeuge in allen Regionen stärker nachgefragt und konnte dadurch den Umsatz trotz Preisrückgängen erhöhen.
In der Business Unit Coatings, Adhesives, Specialties entwickelte sich das Geschäft ebenfalls erfreulich. Der Umsatz stieg um 42,7 % (wb. +37,3 %) auf 481 Mio € und übertraf somit den Vorjahreswert von 337 Mio € erheblich. Hierzu trugen signifikante Mengensteigerungen in allen Produktgruppen und Regionen bei, die die leichten Preisrückgänge mehr als kompensierten.
Der Bereich Industrial Operations verzeichnete ein Wachstum von 7,2 % (wb. +6,1 %) und erreichte damit einen Umsatz von 134 Mio € (Vorjahr: 125 Mio €). Dabei konnten die Preisrückgänge in den beiden Hauptabsatzregionen Europa und Nordamerika durch eine Steigerung der Absatzmengen mehr als ausgeglichen werden.
Die verbesserte Geschäftssituation schlug sich auch im Ergebnis nieder. MaterialScience erwirtschaftete im 2. Quartal mit 371 Mio € ein wesentlich höheres EBITDA vor Sondereinflüssen als im Jahr zuvor (Vorjahr: 121 Mio €). Dieser Erfolg war vor allem auf erhebliche Mengenausweitungen und die damit verbundene stark verbesserte Kapazitätsauslastung unserer Produktionsanlagen zurückzuführen. Darüber hinaus wirkten sich die erhöhten Verkaufspreise unserer Produkte sowie Effizienzverbesserungen positiv aus. Bei den Rohstoffkosten verzeichneten wir dagegen eine höhere Belastung, da die Einkaufspreise auf den Rohstoffmärkten im Zuge der Erholung der globalen Wirtschaft gestiegen sind. Das EBIT vor Sondereinflüssen betrug 226 Mio € (Vorjahr: -22 Mio €). Im 2. Quartal dieses Jahres fielen keine Sonderaufwendungen an, während im Vorjahresquartal ein Betrag von 62 Mio € berücksichtigt wurde. Das EBIT lag bei 226 Mio € (Vorjahr: -84 Mio €).
Der Halbjahresumsatz des Teilkonzerns MaterialScience erhöhte sich deutlich um 41,5 % auf 4.905 Mio € (Vorjahr: 3.466 Mio €). Bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte entsprach dies einem Zuwachs von 39,3 %. Dieser erfreuliche Anstieg war im Wesentlichen auf die Erholung der Nachfrage nach dem Einbruch aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009 zurückzuführen. Darüber hinaus konnten die Verkaufspreise leicht angehoben werden. Das EBITDA vor Sondereinflüssen betrug im 1. Halbjahr 658 Mio € (Vorjahr: 5 Mio €). Vor Sondereinflüssen erzielten wir ein EBIT in Höhe von 372 Mio € (Vorjahr: -285 Mio €). Im Gegensatz zum Vorjahr fielen im 1. Halbjahr dieses Jahres keine Sonderaufwendungen an, so dass das EBIT auch nach Berücksichtigung von Sondereinflüssen bei 372 Mio € lag (Vorjahr: -365 Mio €).
http://www.aktionaersbrief-q2-2010.bayer.de/de/materialscience.aspx

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